Bitcoin

Unter den Kryptowährungen ist der Bitcoin (BTC) wohl die bekannteste Währung und für Händler und Anleger bei weitem die bedeutendste. In den Bereichen Marktkapitalisierung und Wertentwicklung hat sie sich mit Abstand auf Platz 1 positioniert. Innerhalb des Jahres 2016 hat sich der Wert nur eines Bitcoins um 126 Prozent gesteigert und hat so 2021 Maximalstände um über 60.000 Dollar (US) erreichen können. Alle die, die Bitcoins handeln wollen und die Kursentwicklungen genau beobachten, können so mithilfe der richtigen Strategie und ein wenig Glück enorme Gewinne generieren.

Bitcoin Kurs-Chart

Bereits in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts begannen IT-Experten, Mathematiker und Kryptographen mit der Entwicklung von Konzepten zum Thema „digitales Geld“. Die damals entstanden Verschlüsselungstechnologien wurden später genutzt, um eine Blockchain zu erschaffen; ein Netzwerk, welches öffentlich zugänglich ist, jedoch keine nachträglichen Veränderungen zulässt.

Die Motivation, die Satoshi Nakamoto besonders antrieb, war die Schaffung eines Bezahlsystems, welches ohne externe und kostenpflichtige Vermittlung zwischen Käufer und Verkäufer auskommt. Bisher mussten für jede Transaktion Vermittler wie PayPal, Banken oder Kreditkartenanbieter bereitstehen. Dies verursacht jedoch zusätzliche Kosten durch Gebühren und zudem auch unnötige Grenzen, da nicht jeder Zugang zu diesen Bezahldienstleistern hat. Diese Problematik konnte durch die Einführung der Bitcoin-Währung gelöst werden. Jeder Mensch kann nun, egal wo er sich auch befinden mag, mithilfe eines Smartphones mit Internetzugriff, Bitcoins kaufen und verkaufen, mit ihnen einkaufen und bezahlen. Niemandem kann der Zugriff darauf verwehrt werden.

Die Veröffentlichung in der Zeit der Kreditkrise 2007/08 war deshalb sehr passend. Der Aufbau der Bitcoin-Technologie ist anders aufgebaut, als man es von einer globalen Währung vermuten würde. Es gibt keine Hierarchien oder eine Unternehmensstruktur, denn die Open-Source-Software, welche hinter dem Bitcoin steht, ist frei für jeden verfügbar und hat keinen Besitzer. Tatsächlich können Sie sich die Software kostenlos herunterladen, auf Computer oder Smartphone einrichten oder den Software-Code anschauen. Ebenso sind Vorschläge zur Verbesserung der Software oder des genannten Regelwerks möglich, welche dann von allen Beteiligten bewertet werden. Durch die Unveränderbarkeit des Blockchain-Netzwerks kann die Zuverlässigkeit, welche bisher nur durch die gewinnorientierten Vermittler möglich war, durch die Währung selbst erreicht werden.

Des Weiteren bietet das Bitcoin-System zusätzlich einen Anreiz für alle Nutzer durch die Möglichkeit des Minings. Zudem ist es seit der Entstehung im Jahr 2009 noch niemandem gelungen, die Blockchain zu hacken. Alle Transaktionen mit den Bitcoins, die seit Beginn getätigt wurden, sind momentan in einem dezentralen System auf rund 12.000 Rechnern rund um den Globus verteilt und gesichert. Durch diese innovativen Konzepte ist die Handhabung der Kryptowährungen völlig anders als der bisherige Umgang mit Geld. Lediglich das Vertrauen in die Sicherheit dieses Systems, muss sich in der Weltbevölkerung noch etablieren.

Einfache Erklärung zu Bitcoin in einem Satz: Bitcoins sind ein virtuelles Zahlungsmittel.

Bitcoins existieren nur auf einem Computer und sind immer sogenannten Bitcoin-Adressen zugeordnet. Diese kann man sich als eine Art Gutschriftskarte vorstellen, die man nur einlösen kann, wenn ein bestimmtes Passwort besitzt („Private Key“ bzw. privater Schlüssel wäre hier der korrekte Ausdruck). Normalerweise hat man nicht nur eine Bitcoin-Adresse sondern eine ganze Sammlung davon, die man in seinem Bitcoin-Wallet aufbewahrt – im übertragenen Sinne also eine Geldbörse, in der sich alle Gutschriftskarten befinden. Ein Wallet ist ein Software-Programm oder ein externes Speichermedium (ähnlich einem USB-Stick) dessen Hauptfunktion darin besteht, dass man sich die einzelnen Passwörter für die Gutschriftskarten nicht merken muss und auf einen Blick sieht, wie viel „Geld“ (also Bitocins) sich auf all seinen Bitcoin-Adressen (=Gutschriftskarten) in Summe befindet.

Man kann sich beliebig viele Bitcoin-Adressen erzeugen, die dann erstmal einfach kein Guthaben drauf haben. Dieses Guthaben wird durch Bitcoin-Transaktionen aufgeladen (oder eben entladen): Möchte man Bitcoins ausgeben, benötigt man eine Bitcoin-Adresse desjenigen, der die Bitcoins von uns erhalten soll. Diese geben wir in unser Wallet ein und bestimmen die Menge der Bitcoins. Das Wallet sucht sich nun automatisch aus all unseren eigenen Bitcoin-Adressen (=Gutschriftskarten) genau so viele aus, dass deren Summe gerade so passt und überträgt die Bitcoins auf die Adresse des Empfängers. Eine solche Transaktion ist übrigens irreversibel, d.h. sie kann niemals, unter keinen Umständen jemals rückgängig gemacht werden!

Was kostet 1 Bitcoin?

Der Preis für 1 Bitcoin wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Wenn es mehr Käufer gibt als Verkäufer steigt der Preis für 1 Bitcoin, wenn es mehr Verkäufer gibt als Käufer sinkt der Preis bis ein Gleichgewicht hergestellt ist. Ebenso wie bei Aktienkursen gibt es nicht den EINEN Bitcoin-Kurs. Daher kann der Preis für 1 Bitcoin je Bitcoin-Börse unterschiedlich sein. Der Bitcoin Kursverlauf für 1 Bitcoin ist starken Schwankungen unterlegen, weil das Handelsvolumen im Vergleich zu Edelmetallen oder Aktien noch sehr gering ist.

Wie hoch ist die Nachfrage nach Bitcoins?

Manche Experten und Trendforscher sagen dem Bitcoin-Kurs sogar einen Anstieg auf die 500.000-Dollar-Marke voraus und auch das „Blockchain and Crypoasset Pre-Event“ Anfang 2019 zeichnete ein Bild des weiteren Wachstums. Die Empfehlung der Anlage in Blockchain und Kryptowährungen wird von immer mehr Vermögensverwaltern und professionellen Beratern unterstützt, selbst große Bankinstitute haben die Kryptowährungen für sich entdeckt. Die Investmentbank JPMorgan hat bereits eine eigene Kryptowährung an den Markt gebracht und auch der Online-Handel akzeptiert die neue Bezahlart immer umfassender. Bitcoins sind mittlerweile im Mainstream-Bereich angekommen.

Es sind nicht mehr nur IT-Spezialisten, die mithilfe von Kryptowährungen online einkaufen, der Tausch und Handel wird auch bei Anlegern und Spekulanten immer beliebter und der Trend steigt stetig an. Dennoch gibt es auch starke Kritiker, die den Bitcoin-Handel als Hochrisiko-Investment oder „heiße Luft“ bezeichnen. Schlussendlich bestimmt sich der Preis aus Angebot und Nachfrage und es ist bereits abzusehen, dass die anonymisierte Bezahlung durch die Kryptowährungen wie Bitcoin, Litecoin, Ethereum usw. weiter ansteigen wird.

Wie entstehen Bitcoins?

Um Bitcoins zu „erschaffen“, muss ein Computer Rechenleistung erbringen. Dabei werden Transaktionen (wie beispielsweise Überweisungen oder Transfers) als Datenblöcke durch die Berechnung von verschiedenen Formeln an die bestehende Datenblock-Kette (Blockchain) gehängt. Diesen Vorgang bezeichnet man als Mining, also das Anhängen von Datenblöcken an die Blockchain durch Rechnerleistung. Dafür erhält der Miner dann eine Entlohnung in Form von Bitcoins. Durch diese Aufwandsentschädigung für den Miner wird die Community zum Guten hin beeinflusst und die Blockchain wird wahrheitsgetreu weitergeführt. Das Regelwerk hat genaue Bestimmungen zur Entlohnung der Miner festgelegt. Insgesamt ist die maximale Bitcoin-Anzahl auf 21 Mio. begrenzt, wovon bereits etwa 17 Mio. BTC geschürft wurden. Dadurch, dass die Entlohnung alle vier Jahre halbiert wird, wird die Gesamtmenge der Bitcoins erst 2040 komplett verfügbar sein.

Da für die Miner dann kein Anreiz mehr bestehen würde die Bitcoin-Blockchain aufrecht zu erhalten, werden sie dann mit Transaktionsgebühren belohnt werden. Momentan wird die Blockchain dezentral und synchron auf etwa 12.000 Computern global gesichert. Trotzdem hat niemand die Besitzrechte an der Software. Tatsächlich kann jeder einen Download durchführen und sie ebenso auf dem eigenen Rechner installieren. Dies unterstützt die umfassende Sicherung des Netzwerk nur noch weiter. Die Blockchain hat seit Beginn des Bitcoins alle Transaktionen im Netzwerk erfasst. Jeder einzelne Transfer ist genauestens dokumentiert, nichts kann manipuliert werden. Allein Ihr Passwort, oder auch privater Schlüssel, verschafft Ihnen den Zugang zu Ihren Bitcoins.

Wer ist Satoshi Nakamoto?

Satoshi Nakamoto ist ein Pseudonym. Es ist nicht bekannt, ob es sich um eine Einzelperson oder doch um eine Gruppe aus Programmierern, Wissenschaftlern oder Kryptographen kauft. Es ist ein Geheimnis, dass vielleicht nie gelüftet werden wird! Fakt ist: Die Domain bitcoin.org wurde Mitte August 2008 registriert und die Anonymität des Registrierenden wird durch Hilfe eines panamaischen Unternehmens gewahrt. Ende Oktober 2008 erklärte ein, als Satoshi Nakamoto registrierter, Benutzer in der „Cryptography Mailing List“, dass er Teil der Arbeit an einer Kryptowährung ist und verlinkte zusätzlich auf das Bitcoin Whitepaper Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System.

Der amerikanische IT- und Kryptographie-Experte Hal Finney beschäftigte sich bereits ausgiebig mit der Möglichkeit einer digitalen Währung. Bisher scheiterte er jedoch vor allem am technischen Aspekt, der einer dauerhaft sicheren Regelung entsprechen muss. Er setzte sich mit Satoshi Nakamoto in Verbindung und schürfte nach Softwareveröffentlichung im Januar 2009 als einer der ersten Bitcoins. Nakamoto hatte wenige Tage zuvor mit dem Mining der Datenblöcke begonnen. Leider verstarb Finney kurze Zeit später an einer Nervenerkrankung. Satoshi Nakamoto stand bis Mai 2012 außerdem für Fragen, Anmerkungen und Erklärungen zu neuen Updates zur Verfügung. Er nahm rege an Diskussionen mit anderen Software-Entwicklern teil und die Community konnte so auch weitere Aspekte seiner Motivation in Erfahrung bringen.

Nachdem die Medien im Jahr 2014 die Identität des angeblichen Erfinders ausfindig gemacht hatten, meldete sich das Pseudonym Satoshi Nakamoto zum letzten Mal. „Newsweek“, eine US-amerikanische Zeitschrift, behauptete, dass Dorian Satoshi Nakamoto das wahre Mastermind hinter dem Bitcoin-Konzept sei. Die letzte Nachricht dementierte dies aber. Der wahre Satoshi Nakamoto postete: „I am not Dorian Nakamoto“.

Wo kann ich echte Bitcoins kaufen und verkaufen?

Es gibt verschiedene Wege an Bitcoins zu kommen (Mining mal außen vorgelassen). Anders als bei einem Bitcoin-CFD oder Bitcoin-Zertifikat, wandelst Du beim Kauf von „echten“ Bitcoins Euro in die digitale Währung um. Dadurch kannst Du um einiges anonymer agieren. Der Kauf von Bitcoins lässt sich entweder durch einen Marktplatz oder über eine Börse realisieren. Allerdings ist hierfür auch der Aufwand um einiges größer. Um die Bitcoins auch aufbewahren zu können benötigst Du zwingend eine Wallet. Hier werden, wie bei einem Schlüsselbund, alle Adressen der eigentlichen Bitcoins gesammelt und verwaltet. Außerdem können über die Wallet Transaktionen getätigt und der Empfang und die Versendung der Bitcoins reguliert werden.

Die Überweisung von Bitcoins ist der „normalen“ Banküberweisung recht ähnlich. Statt Kontonummer oder IBAN sendest Du das Geld an eine Bitcoin-Adresse. Da Du das Geld direkt ohne Umwege an andere Personen oder Adressen versenden, fallen im Vergleich mit der Bank sogar weniger Gebühren an. Beim Kauf von Bitcoins über verschiedene Ressourcen, bietet es sich an, alle Bitcoins in einer Wallet zusammenzufassen. Am praktikabelsten ist da eine Smartphone-Anwendung, doch es besteht auch die Möglichkeit, die Software auf anderen Geräten wie PC, Laptop oder Tablet zu installieren. Um die Wallet möglichst umfassend zu schützen, ist es notwendig, dass nach Installation eine Passphrase, ein sehr starkes Passwort, festgelegt wird. Dieses Passwort muss dann bei jeder Überweisung eingegeben werden.

Online Börsen und Markplätze

Momentan kann man Bitcoins aus Deutschland am einfachsten über eine Bitcoin-Börse bzw. einen Bitcoin-Markplatz kaufen und verkaufen. Hier werden übersichtlich Kauf- und Verkaufangebote dargestellt und man profitiert von den Sicherheitsmechanismen der Plattformen, wie zum Beispiel Verifizierung und Identifikation der Benutzer sowie Bewetungssystemen zur Beurteilung (Verlässlichkeit, Zahlungsgeschwindigkeit, etc.) der entsprechenden Handelspartner. Der Nachteil liegt hier lediglich in der Transaktionsgebühr, die zwar je nach Plattform variiert, aber in der Regel bei ca. 0,5% liegt.

Direkter (physischer) Kontakt zu Privatpersonen

Eine weitere Möglichkeit bietet der direkte Handel mit Privatpersonen – der sich ohne zentrale Plattform natürlich als schwieriger erweist. Allerdings können potenzielle Handelspartner in geographischer Nähe über die Seite https://localbitcoins.com/ gefunden werden. Zwar ist eine bequeme Suche nach Orten möglich, das Angebot ist aber selbst in Großstädten überschaubar und die Preise sind denen der Börsen stark angeglichen. Größter Vorteil dürfte hier die zusätzliche Anonymität sein, da man Bitcoins mit Bargeld kaufen und verkaufen kann. Einen Erfahrungsbericht dazu findet ihr hier.

Bitcoin-Automaten

An einigen Orten (leider nicht in Deutschland) gibt es weiterhin noch speziellen Bitcoin-ATMs, also Bitcoin-Geldautomaten. Der Hersteller Lamassu stellt eine Karte zur Verfügung, auf der dessen Geldautomaten dargestellt sind.

Was ist ein Bitcoin-Zertifikat?

Eine weitere, relativ einfache Investitionsmöglichkeit bieten Bitcoin-Zertifikate. Ähnlich wie schon bei den CDFs, ist hier kein Besitz von Bitcoins Voraussetzung. Die Zertifikate lohnen sich für Dich bei Kursanstiegen. Bislang sind sie jedoch noch nicht uneingeschränkt im Umlauf. Die Bank Vontobel aus der Schweiz hat aber bereits ein Bitcoin-Zertifikat im Angebot. Das Open End Partizipationszertifikat auf Bitcoin (ISIN DE000VL3TBC7/WKN VL3TBC) ermöglicht Dir die Investition Deines Geldes in Bitcoins.

Das Zertifikat stellt hierbei die Performance des Kurses dar und bietet die Teilhabe von fast 1:1 an Kursgewinnen oder -verlusten von Bitcoins vs. US-Dollar. Auch wenn das Zertifikat in der Laufzeit auf zwei Jahre beschränkt ist, so ist es dennoch recht beliebt. So war dieses Produkt im Juli 2018 eines der meistgehandelten an der Börse SIX Swiss Exchange. Mittlerweile wurde das Emissionsvolumen auf ganze 40 Mio. Franken angehoben. Neben den Bitcoin-CFDs ist die Investition in ein Bitcoin-Zertifikat deshalb eine sehr komfortable Möglichkeit in Bitcoins zu investieren – Du benötigst dafür lediglich ein Wertpapierdepot als Voraussetzung.

Neben der Investition in ein Bitcoin-Zertifikat kannst Du auch in andere Kryptowährungen Geld anlegen. Das Open End Partizipationszertifikat auf Bitcoin-Cash (ISIN DE000VL99BC4/WKN VL99BC, ebenfalls bei Vontobel erhältlich) beschäftigt sich beispielsweise mit der Kursentwicklung des Bitcoin-Cash.

Wie kann ich Bitcoins auf einem Bitcoin-Marktplatz kaufen und verkaufen?

Bitcoins können zum einen auf einem Online-Marktplatz erworben wenden. Einer der bekanntesten und größten Anbieter im deutschen Raum ist bitcoin.de, Teil der Bitcoin Group SE. Trader können hier direkt mit Anbietern von Bitcoins verhandeln, wodurch sich der Bitcoin-Preis durch Angebot und Nachfrage bestimmt und entsprechend stark variieren kann. Konkret werden hier Angebote oder Gesuche mit einem, vom Benutzer festgelegten, Preis versehen. So kann genau nachvollzogen werden, zu welchem Preis wie viele Bitcoins verfügbar sind.

Akzeptiert nun ein Nutzer das Angebot eines anderen, so kommt ein Geschäft zustande und die Bitcoins werden gegen den festgelegten Gegenwert getauscht. Der Käufer erhält seine Bitcoins dann als digitale Daten für seine Wallet und dem Verkäufer wird der Betrag auf seinem Bankkonto gutgeschrieben. Der Betreiber des Marktplatzes erzielt seinen Gewinn durch Gebühren, die für das Tauschen, Einzahlungen oder Auszahlungen der Benutzer, anfallen. Diese Gebühren sind jedoch relativ günstig und werden zu gleichen Teilen von Käufer und Verkäufer übernommen.

Für das Tauschgeschäft über bitcoin.de empfiehlt sich eine Kontoeröffnung bei der Fidor-Bank. Diese Bank hat sich nämlich auf das Segment Kryptowährungen spezialisiert. Der Prozess der Registrierung für ein Konto umfasst unter anderem auch das Videoident-Verfahren und kann allerdings einige Tage Zeit in Anspruch nehmen. Während der Bitcoin-Handel an Krypto-Börsen automatisiert erfolgt, werden die Trades auf einem Marktplatz manuell abgewickelt. Du als Anleger musst also selbst nach einem passenden Verkaufsangebot suchen.

Wie kann man Bitcoins über eine Bitcoin-Börse kaufen und verkaufen?

Die andere Variante des Kaufes von Bitcoins, wird über Börsen abgewickelt. Als wichtigste Vertreter sind hier Bitfinex, CEX.IO, Kraken, Bitstamp und Paymium zu nennen. Genau wie bei den Marktplätzen, ist eine Verifizierung erst nach einer Wartezeit von einigen Tagen abgeschlossen. Unterschiede im angebotenen Preis bestehen hier im Vergleich der verschiedenen Anbieter. Auf den Seiten selbst muss lediglich das Zielgesuch, also wie viele Bitcoins Du zu welchem Preis erstehen willst, angegeben werden und es wird automatisch nach einem passenden Angebot gesucht.

Die Börse kauft die Bitcoins dann im Auftrag des Kunden und transferiert sie auf das Konto. CEX.IO bietet im Vergleich die beste Abwicklung und zudem eine Abrechnung über die gängigen Kreditkarten MasterCard und Visa. Du kannst über die Börse auch den Verkauf von Bitcoins organisieren. Du erstellst ein Verkaufsangebot und bekommst, sobald jemand Deine Bitcoins erwirbt, den Betrag auf Dein Konto ausbezahlt.

Was genau ist eine Krypto Börse?

Die Krypto-Börse ist der Aktien-Börse recht ähnlich. Auf der Plattform werden Handel zwischen Käufern und Verkäufern abgeschlossen. Anders als beispielsweise die Frankfurter Börse, sind die Krypto-Börsen jedoch nur online lokalisiert. In der Anfangsphase des Bitcoins, als die Währung noch recht unbekannt war, wurden die Handelsgeschäfte häufig in Foren und ähnlichen Netzwerken abgeschlossen. Da die Fülle der Angebote und das Geldvolumen heutzutage massiv angestiegen sind, haben sich Bitcoin-Börsen als primärer Handelsort etabliert. Neben der besseren Übersichtlichkeit bieten sie auch deutlich mehr Sicherheiten. Die Daten der einzelnen Börsen werden außerdem zur Kursberechnung genutzt.

Was ist Bitcoin-Mining?

Die vierte Variante, um Bitcoins zu kaufen und verkaufen, bildet das Bitcoin-Mining. Diese Option ist jedoch gerade für IT-Unerfahrene ungeeignet. Die Voraussetzung für das Mining sind leistungsfähige Rechner. Was zu Beginn des Bitcoins noch mit dem Heimcomputer ausführbar war, ist jetzt nur noch mithilfe von Hochleistungsrechnern möglich. Zudem spielen die Stromkosten eine zentrale Rolle beim Mining. Damit sich diese rechnen, müssen große Datenmengen verarbeitet werden. Sogenannte Mining-Pools können von Privatpersonen in Anteilen gekauft werden. Der Gewinn kann dann anteilsmäßig erfolgen. Schlussendlich kommt das Bitcoin-Mining jedoch für den durchschnittlichen Investor nicht in Frage und wir gehen daher darauf nicht weiter ein.

Wie kann ich Bitcoins sicher aufbewahren?

Für den Kauf und die Aufbewahrung Deiner Bitcoins brauchst Du folgendes:

  • Eine Wallet als digitale Aufbewahrungssammelstätte oder Schlüsselbund
  • Eine Bitcoin-Adresse, vergleichbar mit einer Kontonummer
  • Einen privaten Schlüssel oder Seed, das Generalpasswort zum Zugang zu Deinen Bitcoins

Bitcoins befinden sich nur dann in Deinem Besitz, wenn Du freien und vor allem alleinigen Zugang zu Deinem privaten Schlüssel bzw. Seed hast. Sobald Du anderen Menschen die Möglichkeit des Zugriffs gibst, sind Deine Investitionen in Gefahr. Ebenso ist es elementar notwendig, dass gekaufte Bitcoins in Deiner Wallet verwaltet werden.

Bedenke bitte: Wenn Du irgendwo Bitcoins kaufst und keine Wallet hast, die Dir Deinen Seed ausstellt, dann besitzt Du die Bitcoins auch nicht! Viele Online-Börsen verkaufen die Bitcoins nur mit inkludierter Wallet. Die Verwaltung des privaten Schlüssels bzw. Seeds liegt dann aber nicht in Deinen Händen, sondern bei der Börse. Durch diese großen Summen an Kryptowährungen, sind die Händler im Visier von Hackern. Des Weiteren besteht natürlich auch anderweitig die Gefahr eines Diebstahls. Die BitConnect-Börse ist genau diesem Fall zum Opfer gefallen.

Eine Verwaltung durch eine andere Partei, hier der Börse, ist allein aus diesem Grund schon nicht empfehlenswert. Nur wenn Du alleiniger Verwalter des privaten Schlüssels bzw. Seeds bist, hast Du die Sicherheit, dass die Bitcoins oder andere Kryptowährungen auch wirklich in Deinem Besitz sind. Transferiere deshalb jegliche Krypto-Coins nach Kauf umgehend in Deine eigene Wallet.

Was ist eine Bitcoin-Adresse?

Die Bitcoin-Adresse wird benötigt, um Bitcoins oder andere Kryptowährungen empfangen zu können. Man könnte auch von einer Kontonummer sprechen, die genaue Angaben zur Empfangsadresse machen kann. Anders als die klassische Banknummer besteht die Bitcoin-Adresse jedoch aus einer Abfolge von Zahlen und Buchstaben in Klein- und Großschreibung. Diese könnte wie folgt aussehen: 423pzhGFloih37ghHFSKjh37947LIhs9. Damit man diese 34-stellige Adresse nicht bei jeder Transaktion neu eingeben muss, ist in Deiner Wallet ein QR-Code zur Vereinfachung erhältlich, der automatisch generiert wird.

Alle Ein- und Ausgänge der Bitcoin-Adresse sind durch eine Suche im Internet zugänglich. So kann beispielsweise das Programm Blockcypher diese Transaktionen ausfindig machen. Natürlich ist Deine Bitcoin-Adresse nicht mit Deiner wahren Identität verknüpft. Es sind anonyme Konten, die keine Rückschlüsse auf Namen oder IP-Adressen zulassen. Lediglich der Kauf über eine seriöse Börse, bedarf dem Nachweis der Identität oder einer Meldebestätigung. Diese Informationen würde aber auch jede herkömmliche Bank verlangen.

In der Theorie ist es für staatliche Behörden, wie beispielsweise das Finanzamt, möglich, die Herausgabe dieser Daten durch die Börse zu erzwingen. Sobald Du Deine Bitcoin-Adresse im Internet oder anderweitig publizierst, so besteht für Dritte die Möglichkeit zu bestimmen, wie viele Bitcoins sich in Deinem Besitz befinden. Ein sorgsamer Umgang mit dieser Adresse ist also durchaus wichtig! Verteile Deine Investition außerdem auf mehrere Adressen bzw. wähle eine Wallet, die mehrere Adressen verwalten und erstellen kann. Bitcoin-Adressen sind also nicht so anonym, wie Sie auf den ersten Blick erscheinen. Jemand, der tief genug gräbt, kann alle Transaktionen genau analysieren und es gibt mittlerweile sogar Unternehmen, die sich auf solche Auswertungen spezialisiert haben. So beauftragen Banken Unternehmen wie Chainanalysis, um große Datenströme zu überprüfen. Eine Kryptowährung, die diese Analyse nicht zulässt, wäre die seit 2014 existierende Währung Monero. Die Adressen sind nicht öffentlich zugänglich, was eine Interpretation der Blockchain unmöglich macht.

Was ist ein Seed und ein privater Schlüssel?

Ein Seed, welcher als Generalschlüssel für Deine Wallet fungiert, setzt sich aus 12 bis 24 englischen Begriffen zusammen und ist auch als Mnemonic Phrase bekannt. Es sollte Deine oberste Priorität sein, diesen Generalschlüssel unter allen Umständen geheim zu halten, denn wer den Seed kennt, kann Deine Bitcoins verwalten und natürlich auch ausgeben. Durch die dezentrale Speicherung der Blockchain, sind alle Daten zu jeder Adresse unwiderruflich und für alle Zeit im Internet gespeichert. Deine Wallet stellt hierbei lediglich die Verbindung zu den Adressen her, unter denen die Bitcoins zu finden sind. Das System ist im Grunde vergleichbar mit dem Nutzen einer E-Mail Adresse. Alle Korrespondenzen sind online gespeichert und doch kannst Du jederzeit darauf zugreifen und alles verwalten.

Die Wallet erzeugt den Seed einmalig, meist sogar automatisch. Dabei ist es wichtig, dass nur Du den genauen Wortlaut Deines Seeds kennst und sicher verwahrst. Sicher heißt in diesem Fall: nicht digital! Beim Kauf oder generellen Wahl der Wallet solltest Du darauf achten, dass diese als HD-Wallet, also hierarchical deterministic wallet, gekennzeichnet ist. Nur dieser Wallet-Typ kann eine Seed-Übertragung verarbeiten. Solltest Du die aktuelle Wallet ersetzen wollen, so kann der Seed in die neue Wallet importiert werden und der Zugriff auf alle Bitcoins bleibt gesichert. Der Seed wird von den meisten Wallet während des Initialisierungsprozesses selbständig erstellt. Bei der Einrichtung erhälst Du eine genau Anleitung zur richtigen Notierung und den Hinweis, den Seed auf Papier niederzuschreiben. Sollte diese Funktion nicht automatisch beginnen, so wähle diese unter „Backup erstellen“ oder „Sicherung“ manuell aus.

Anders als bei der klassischen Passwortwahl, bestimmst nicht Du selbst das Passwort, sondern die Wallet. Dies trägt nur weiter zu Sicherheit bei, da selbstständig gewählte Passwörter oft nicht den gängigen Sicherheitsstandards entsprechen. Es ist essenziell, dass Du die Abfolge der Worte genau einhälst! Notiere Dir die Wörter in der angezeigten Reihenfolge handschriftlich auf Papier. Nur so kann der Seed sicher aufbewahrt werden. Hacker können Dateien aus Deinem Computer auslesen, wodurch die komplette Investition in Bitcoins unwiederbringlich gefährdet wäre.

Was ist ein Bitcoin-Wallet?

Unter einer Bitcoin-Wallet kann man sich eine Fusion aus Portemonnaie, Smartphone und Schlüsselbund vorstellen. Der Zugriff erfolgt entweder über eine Anwendung auf dem Handy, Software auf einem PC oder auch über externe Speichermedien. Anders als bei einer klassischen Geldbörse werden in diesem Programm aber keine tatsächlichen Bitcoins aufbewahrt, sondern nur die Adressen, unter welchen diese zu finden sind. Man könnte also auch von einem Bitcoin-Schlüsselbund sprechen. Sollte dann einmal das Smartphone oder das Speichermedium verloren gehen oder der Computer unwiederbringlich Schaden nehmen, so ist damit nicht automatisch auch der Inhalt der Bitcoin-Wallet weg. Mithilfe eines Backups und dem gesicherten Seed ist eine Wiederherstellung auf einem anderen Gerät ohne Probleme jederzeit möglich und der weiteren Verwendung der Bitcoins steht nichts mehr im Wege – man gibt den Seed in die neue Wallet ein und schon ist alles beim Alten!

Sicherheitshalber sollten die Coins jedoch auf eine neue Bitcoin-Adresse transferiert werden. Eine Bitcoin-Wallet kann, wie schon erwähnt, in verschiedenen Formen vorliegen, die sich in der Sicherheit und der Art der unterstützten Währung unterscheiden können. Die Möglichkeit mit dem meisten Schutz bieten hardwarebasierte Aufbewahrungen, wie die Hardware Wallet (ähnlich eines USB-Sticks) oder die Paper Wallet (mit gedruckten Adressen und Schlüsseln). Die nächst sichere Stufe ist die Anwendung auf dem Smartphone, wobei es letztendlich unerheblich ist, ob ein Apple- oder Android-Gerät verwendet wird. Der weniger sichere Aufbewahrungsort für die Bitcoin-Wallet ist der Computer. Hier ist die Angriffsfläche für Viren und Hacker einfach größer als im Betriebssystem eines Smartphones. Um die Risiken soweit wie möglich zu minimieren, empfiehlt sich eine Verteilung der Bitcoins auf mehrere Aufbewahrungsorte. Alternativ bietet es sich bei größeren Beträgen an, einen Wertbrief über den entsprechenden Betrag zu kaufen.

Was ist eine Hardware Wallet?

Eine Hardware Wallet ist der Funktionsweise eines USB-Sticks recht ähnlich. Unabhängig von Handy oder Computer können hier die Daten der Bitcoin-Wallet aufbewahrt werden. Ein Zugriff von außen ist nicht möglich, weshalb diese Aufbewahrung eine der sichersten ist.

Was ist eine Paper Wallet?

Die Paper Wallet ist wohl die simpelste Form der Bitcoin-Aufbewahrung. Die Adressen und Schlüssel werden ausgedruckt und können dann an einem sicheren Ort gelagert werden, ganz ohne Möglichkeiten für Hacker. Für diese Art des Speichermediums bieten sich gerade langfristige Investitionen oder höhere Beträge an. Ebenso möglich ist eine Wertschrift, bei der unter den Augen eines Notars durch ein Skript eine Adresse mit Schlüssel für den ausgewiesenen Wert erstellt wird.

Wer erhält die Euro, wenn Du Bitcoins kaufst?

Dies ist wohl eine der meistgestellten Fragen, denn hinter dem Bitcoin steht schließlich kein Unternehmen. Die Händler oder generell die Börse, auf der Du die Bitcoins kaufst, bekommen einen Teil des Preises als Vermittlergebühr. Der Großteil des Geldes geht jedoch an die Menschen, die die Bitcoins generieren bzw. minen. Sie tauschen die erwirtschafteten Bitcoins gegen den Gegenwert in Währungen wie Euro oder Dollar.

Wie entsteht der Bitcoin-Kurs?

Der Kurs pro Bitcoin entspricht dem Mittelwert des Preises verschiedener Börsen. Aus diesem Grund kann man auch nicht von einem offiziellen Kurswert sprechen, sondern nur von einer Annäherung. Die teils starken Schwankungen entstehen durch die Mechanismen von Angebot und Nachfrage. Je gefragter Bitcoins gerade sind, desto teurer und anders herum: Um so mehr angebotene Bitcoins in Relation zum Verkauf, desto niedriger der Kurs.

Was ist ein Bitcoin-Automat?

Mehrere Anbieter haben bereits die Kaufmöglichkeit der Bitcoins durch Bitcoin-Automaten an hunderten Orten realisiert, jedoch bisher nur in Österreich und der Schweiz. Neben dem Kauf von Bitcoins, können auch andere Kryptowährungen erworben werden. Die Schweizer Bahn gestattet an ihren Verkaufsautomaten sogar schon den Kauf mit Bitcoins. Das Aufstellen dieser Automaten ist in Deutschland jedoch noch nicht möglich, bisher benötigt man dafür nämlich eine Banklizenz.

An den Bitcoin-Automaten kannst Du bis zu einem festgelegten Maximalbetrag (meist zwischen 250 und 500 Euro) auch ohne Identifizierung Deiner Person Euro oder Landeswährung gegen Bitcoins tauschen. Einige Automaten bieten auch den Wechsel von Bitcoins in Euro oder der landesspezifischen Währung an. Der Vorgang gestaltet sich dann ganz so wie am herkömmlichen Geldautomaten, jedoch wird hierbei zudem ein Währungstausch vorgenommen. Um die Bitcoins am Automaten auch transferieren zu können, solltest Du im Vorfeld bereits eine Wallet auf dem Smartphone installiert haben. Zur Übermittlung des Geldes, musst Du dann nur noch den QR-Code auf dem Smartphone durch den Sensor des Automaten erfassen lassen – schon sind die Bitcoins in Deiner Wallet angekommen.

Mittlerweile ist es in Österreich sogar möglich sogenannte Bitcoinbons zu kaufen. Postfilialen, Tankstellen und Kioske verkaufen diese Gutschein meist direkt neben den bereits gebräuchlichen Karten für Handy-, Apple- oder Amazon-Guthaben. So kann man die Bitcoins sogar recht unkompliziert direkt verschenken. Für den Kauf der Bitcoinbons selbst wird keine Wallet benötigt, erst beim Einlösen des Gutscheins wird zur Speicherung und Verwahrung der Bitcoins eine der Wallet-Arten gebraucht.

Welche Gebühren entstehen beim Kauf von Bitcoins?

Ähnlich der Wechselkursgebühren beim Urlaub im fremden Land, fallen auch für den Umtausch in Kryptowährungen Servicegebühren an. Der Dienstleister kann den Kurs je nach Angebot und Nachfrage eigenständig bestimmen und erhebt in der Regel eine Aufwandsentschädigung zusätzlich zum eigentlichen Marktpreis. Ebenfalls dazu sind noch Mining Fees, also Transaktionsgebühren, die durch den Betrieb der Währung entstehen, zu entrichten. Diese Gebühren entstehen durch die Entlohnung der Miner, welche eine elementare Komponente des Bitcoin-Konzepts sind. Durch die Belohnung für die Schürfung der Blockdateien und deren Anhängen an die Blockchain, wird die Sicherheit des Systems gewährleistet.

Durch die im Regelwerk festgelegte Höchstgrenze der Bitcoin-Anzahl auf 21 Mio., besteht nach Erreichen dieses Maximums kein Anreiz mehr, weitere Transaktionen an die Blockchain anzuhängen. Die für diesen Fall geschaffenen Transaktionsgebühren sind also der weiter erhalten bleibende Anreiz, die Blockchain auch nach dem Maximum zu schützen. Zudem ist diese Regelung wahrscheinlich günstiger, als die herkömmliche Finanzierung eines Banksystems. Nur, weil der Bitcoin bankenunabhängig funktioniert, bedeutet dies nicht, dass Transaktionen kostenlos durchgeführt werden können. In Deiner Wallet kannst Du die Gebührenhöhe selbst festlegen. Hierbei gilt, je höher die Gebühr, desto schneller wird die Transaktion von den Minern bearbeitet. Eilige Überweisungen sollten deswegen auch mit höheren Gebühren abgeschickt werden.

Bei Käufen von Bitcoins sind die Gebühren (mining fees) jedoch bereits vom Dienstleister bestimmt und nicht änderbar. Überprüfe vor Abschluss des Bitcoin-Kaufs daher, welche Gebühren und Preise für welche Anzahl von Krypto-Coins anfallen. Obwohl die Transferierung der Bitcoins, je nach Zahlungsweise bis zu drei Tage dauern kann, ist der Kurs jedoch mit der erfolgten Bestellung festgelegt. Eine nachträgliche Kursänderung hat somit keinerlei Einfluss auf den Kauf.

Was ist 1% Bitcoin?

Der Wert 1% Bitcoin entspricht einem hundertstel des Kurswerts von einem Bitcoin – also ein Prozent des aktuellen Bitcoin-Kurses. Nicht zu verwechseln ist 11% Bitcoin allerdings mit dem „Satoshi“. Dieser ist derzeit die kleinste Einheit der Bitcoin-Währung, die in der Blockchain verzeichnet ist. Es kauft sich um eine Hundertstel Million eines einzelnen Bitcoin (0,0000000001 BTC) – also viel weniger als 1% Bitcoin. Die Einheit wurde als kollektive Hommage an den ursprünglichen Schöpfer von Bitcoin, Satoshi Nakamoto, benannt. Der Satoshi drückt also einen ganz anderen Wert als 1% Bitcoin aus.

Alle Beträge in der Blockkette werden in Satoshi angegeben, bevor sie zur Anzeige gebracht werden. Der Quellcode verwendet Satoshi auch bei der Angabe einer Bitcoin-Menge. Bei der Anzeige eines extrem feinen Anteils einer Bitcoin, z.B. bei der Berechnung der Gebühr pro Byte, wird der Betrag in Satoshi aus Gründen der Lesbarkeit angezeigt. Die Verwendung von Prozentwerten, wie z.B. 1% Bitcoin wäre bei der Berechnung viel zu ungenau.

Obwohl das Satoshi der kleinste Betrag ist, der in der Blockchain aufgezeichnet werden kann, müssen Zahlungsanbieter möglicherweise sehr detaillierte Zahlungen leisten und werden daher manchmal auf Millisatoshi lauten, die einhundert Milliardstel eines einzelnen Bitcoin sind.

Wo kann ich mit Bitcoins bezahlen?

Weltweit steigt die Akzeptanz von Kryptowährungen immer weiter, Bitcoin ist dabei die führende Währung. Trotzdem ist eine Bezahlung mit Bitcoins hierzulande noch die Ausnahme. Die Website coinmap.org hat zur besseren Übersicht die Firmen aufgelistet, die bereits Kryptowährungen als Zahlungsmittel akzeptieren. Eine ebenfalls hilfreiche Anlaufstelle bietet giga.de unter https://www.giga.de/downloads/bitcoin/specials/hier-koennt-ihr-in-deutschland-mit-bitcoin-bezahlen-mit-liste/. Alternativ kannst Du aber auch Bitcoins auf einer Kreditkarte hinterlegen und so zum aktuellen Wechselkurs in Euro oder US-Dollar zahlen.

Wie wird der Handel mit Bitcoins besteuert?

Der europäische Gerichtshof hat den Erwerb von Bitcoins als umsatzsteuerfrei deklariert. Beim Kauf von Waren oder Dienstleitungen fällt aber, wie gewohnt, die landesspezifischen Steuern an. Hierbei ist es dann egal welches Zahlungsmittel Du verwendest. Solltest Du durch den Verkauf oder Handel mit Kryptowährungen Gewinne erzielen, so sind hierfür auch Abgaben zu zahlen. Solltest Du Dir die Bitcoins nach Ablauf von 12 Monaten nach Kauf in einen Eurobetrag auszahlen lassen, so ist keine Steuer fällig.

Diese Haltefrist von einem Jahr sollte genau beachtet werden, denn mit jedem Trade, sprich Wechsel oder Tausch in andere Kryptowährungen oder dem Erwerb von Handelswaren oder Dienstleistungen (was ebenfalls einem Tausch von Bitcoin in Euro entspricht), beginnt sie erneut. Diese Transaktionen sind dann, sollte das Jahr seit dem Kauf noch nicht um sein, auch steuerpflichtig! Gleichzeitig kannst Du Verluste aber auch abschreiben. Genauere Informationen erhälst Du bei Deinem Steuerberater.

Sind Bitcoins währungsgebunden?

Auf was muss ich achten und wo finde ich aktuelle Wechselkurse? Bitcoins sind an keine Währung gebunden. Es ist aber möglich, eine Währung in Bitcoin zu tauschen (und umgekehrt) sofern sich ein entsprechender Tauschpartner findet. Der Wechselkurs in einer bestimmten Währung richtet sich nach Angebot und Nachfrage – sprich die aktuell durchgeführten Transaktionen bestimmen den aktuellen Kurs. Es gibt einige Webseiten, auf denen man eine Übersicht des aktuellen Bitcoin-Kurses in verschiedenen Währungen im zeitlichen Verlauf anzeigen lassen kann. Der aktuelle Kurs ist dabei immer auf eine Börse und eine Währung bezogen.

Tipps für den Handel mit Bitcoins

Bisher wurde die Währung Bitcoin lediglich in Japan als gesetzlich anerkanntes Zahlungsmittel zugelassen. Überall sonst ist die Nutzung und der Handel gestattet, jedoch nicht rechtlich geschützt. Wenn auch unwahrscheinlich, so kann es doch jederzeit zum totalen Verlust der Investition kommen. Obwohl die Nutzung ohne Vorwarnung mit einem Verbot belegt werden könnte, ist eine tatsächliche Umsetzung technisch so gut wie unmöglich.

Im Falle der Fälle ist mit erschwerten Bedingungen beim Umtausch zurück in Euro zu rechnen, zudem ist ein Wertverlust auch nicht zu verhindern. Die Kursschwankungen, bedingt durch Angebot und Nachfrage, waren bereits so instabil, dass in sehr kurzer Zeit massive Verluste eingefahren wurden und die Auszahlung nur verzögert stattfinden konnte. Daher gilt für den Handel mit Bitcoins:

  • Investiere nie mehr Geld, als die Summe, die Du ohne Probleme verlieren kannst. Du darfst nicht von Gewinnen abhängig sein. Dies führt unter Umständen zu Kurzschlusshandlungen.
  • Deine Investitionen sind nicht abgesichert, es kann jederzeit alles verloren sein.
  • Die Verwaltung der Investition liegt in Deiner Hand. Du musst Deinen Seed sicher verwahren, bei Verlust gibt es keine Möglichkeit der Wiederherstellung.
  • Überprüfe alle Überweisungen sorgfältig. Nachträgliche Änderungen sind nicht möglich.
  • Falle nicht auf betrügerische Maschen herein. Es gibt immer wieder Angebote, die das schnelle Geld durch dubiose Pyramidenschemen versprechen.
  • MLM-Unternehmen (Multi Level Marketing) versuchen neue „Verkäufer“ für Finanzprodukte zu gewinnen. Dabei werden aber nur die oberen Parteien der Pyramide Gewinne einfahren. Wenn Geld in Bitcoins investierst, dann musst Du auch im Besitz der privaten Schlüssel sein.
  • Momentan gibt es etwa 2.500 Kryptowährungen im Umlauf. Jede von ihnen stützt sich in Teilen und Aspekten auf das originale Regelwerk des Bitcoins, jeweils mit verschiedenen Funktionen und Absichten. Du sollten Dich vor jeder Investition in eine neue Währung genau über diese Funktionen, Absichten und Mechanismen informieren und das Risiko für Dich abschätzen. Alle Kryptowährungen haben das Potential sich gegenseitig zu beeinflussen, wobei der Bitcoin wohl durch das Erst-Stellungsmerkmal den Vorteil hat.

Lohnt sich der Bitcoin als Anlagestrategie?

Bitcoins fallen in den Bereich der hochspekulativen Anlageinstrumente, d.h. man muss hier auf jeden Fall das Risiko eines Totalverlustes in Betracht ziehen. Deshalb gilt (ähnlich wie bei Aktien und Co.): Niemals Geld in Bitcoin investieren, auf das man angewiesen ist! Im Rahmen eines Vermögensaufbau-Plans steht Bitcoin für mich deshalb immer an der Spitze der „Pyramide“.